Über 14.000 Euro Spenden ermöglichen Rikscha-Projekt der Diakoniestation Remchingen

„RUDI“ rollt: Das neue Beteiligungsprojekt der Diakoniestation Remchingen hat am Donnerstagnachmittag zur Begeisterung vieler Senioren Fahrt aufgenommen. Der zur feierlichen Enthüllung einer aus Spendengeldern beschafften E-Rikscha ausgewählte Name steht für „Rikscha unterwegs mit der Diakoniestation“. Und damit für ein umweltfreundliches und zukunftsweisendes Ehrenamtsprojekt, mit dem die Station insbesondere älteren Menschen eine Freude machen möchte.
Aus einer Idee, die der Singener Roland Weiss vor zwei Jahren hatte, wurde Wirklichkeit: „Türen öffneten sich und kleine Wunder kamen hinzu. Heute haben wir großen Grund, Danke zu sagen“, freute sich der Remchinger Diakonie-Vorsitzende Karl-Heinz Stengel, dass der Spendenaufruf über den Sommer rund 14.000 Euro zusammenkommen ließ und die Anschaffung einer motorunterstützten Rikscha für zwei Fahrgäste bei einem Inklusionsbetrieb in Bretten ermöglichte. Er bedankte sich mit Fahrtgutscheinen bei allen Spendern.
Weitere Ehrenamtliche wie Eberhard Ade, Peter Stähle, Volker Völkle, Detlev Ulrich und Hans Walch sitzen neben Weiss schon fest im Sattel und wollen künftig dafür sorgen, den Bewohnern der beiden Wohngemeinschaften der Station, des Betreuten Wohnens, aber auch des Altenpflegeheims und allen noch zu Hause lebenden Interessierten eine Freude zu machen. „Man sitzt federweich ganz vorne und ist unmittelbar am Geschehen dran“, zeigte sich Bürgermeisterin Julia Wieland begeistert von der kreativen Idee. „Und es ist typisch Karl-Heinz Stengel: Egal, was es kostet, er bekommt es hin.“
„Mit RUDI können viele Senioren wieder draußen sehen und erleben, was sie lange vermisst haben“, freute sich auch Altenpflegeheimleiter Friedemann Albrecht über die geplanten Touren durchs Dorf, zum Hegenach oder ins Ranntal und über die Kooperation. „Das ist nicht nur ein Geschenk für die Gemeinde, sondern auch für uns Fahrer, wenn wir den Kunden eine Freude machen können“, erklärte Rudi Weiss. Motivierte Ehrenamtliche können sich ebenso wie interessierte Mitfahrer bei Katrin Bauer von der Diakoniestation melden.
Julian Zachmann
