50 Jahre Schlossbad - Menschen und Geschichten: Mila Glavas
Das Schlossbad feiert 2026 sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 1976 öffnet es Jahr für Jahr seine Tore für hunderte Gäste aus Remchingen und der Umgebung. Jeden Monat der Saison stellen wir Ihnen eine Person vor, die auf besondere Art und Weise mit der Geschichte unseres Freibads verbunden ist.
Ein junger Freibadfan
Mila Glavas ist zwölf Jahre alt und besucht die Carl-Dittler-Realschule in Remchingen. In die Schule zu gehen, macht ihr zwar Spaß, ins Freibad zu gehen, aber noch mehr.
Hallo Mila, du bist häufig als Badegast im Freibad zu sehen. Im Juni fand wieder das jährliche „Einhornspringen“ der neuen welle statt. Warst du mit von der Partie?
Ja! Morgens sah es zwar noch etwas dunkel aus, aber mittags wurde das Wetter zum Glück wieder besser. Letztes Jahr war es mit dem Wettbewerb nämlich schon etwas schwieriger, weil sich die Veranstaltung mit der Schule überschnitten hat. Bei Sonnenschein habe ich aber dieses Mal wieder teilnehmen können und dann in der zweiten Runde mitgemacht, zusammen mit den Erwachsenen. Da habe ich den dritten Platz bekommen. Wenn es möglich ist, bin ich jedes Mal gerne wieder mit dabei! Nicht nur der Wettkampf, sondern auch die Musik und Stände machen es zu etwas ganz Besonderem.
Worauf freust du dich im Freibad am meisten?
Egal, ob Rutsche, Hüpfburg oder Sprungblock: Freuen tue ich mich eigentlich auf alles! Am wichtigsten sind natürlich die Freunde, egal wo. Zusammen macht es schließlich noch einmal mehr Spaß. Da bekommt man auch schon vor der Saison viel Vorfreude aufs Schwimmen.
Seit wann gehst du ins Freibad? Und wie oft?
Das ist schwierig zu sagen, aber ich gehe sehr gerne. In dieser Saison war ich schon gute 20 Mal im Bad. Und vor Kurzem habe ich sogar zehn Besuche direkt hintereinander gezählt. Meistens gehe ich dann frühmorgens in den Ferien oder manchmal für eine kurze Abkühlung mit meinen Freunden nach der Schule. Beides geht sehr schnell mit dem Rad.
So können wir einfach hinkommen und der Besuch hängt nur davon ab, wann wir hingehen wollen und für wie lange. Deshalb habe ich auch seit 2023 die Saisonkarte, im Bad war ich aber schon als kleines Kind häufiger. Ich kann mich zum Beispiel noch vage an den alten Pilz erinnern. Damals war ich vielleicht höchstens vier oder fünf Jahre alt. Seitdem hat sich natürlich viel verändert, auch im Bad.
Öfter wird behauptet, dass das Schlossbad besonders viel für jüngere Besucher zu bieten habe. Kannst du das bestätigen?
Ich würde eher sagen, dass das Freibad für jeden etwas zu bieten hat. Im tiefen Becken kann man zum Beispiel gut Sprünge von den Startblöcken üben oder einfach seine Bahnen ziehen. Je nachdem, worauf man Lust hat. Das Rutschen macht selbst nach dem fünften Mal genauso viel Spaß und auch unser Strudel bringt etwas Abwechslung für alle ins Becken. Gerade deshalb, weil mehrere dabei mitmachen müssen, um ihn richtig ins Laufen zu bringen. Ich finde, dass das eine gute Balance ist. Andere Freibäder haben vielleicht größere Attraktionen, hohe Sprungtürme oder mehrere Rutschen. Hätten wir sowas, wäre es irgendwie nicht mehr das Gleiche. Ich kann es nicht erklären, aber es ist eben das Schlossbad und damit ein Stück weit Heimat oder Zuhause geworden. Das ist es, was es für mich und andere besonders macht, genauso wie die Leute und Erinnerungen, die wir damit verbinden.
Für einige Besucher der älteren Generation ist das Freibad ein Treffpunkt. Wie ist das für Leute in deinem Alter?
Das Freibad ist ein toller Treffpunkt. Manchmal hat man bei Verabredungen nämlich keine Ahnung, wohin man muss. Aber wenn jemand „Schlossbad“ sagt, weiß jeder gleich, wo man sich trifft. Man stößt dort auch zufällig auf Freunde oder lernt neue Leute kennen, genauso wie in der Schule. Sowas ist heute sehr wichtig.
Was magst du am meisten am oder im Schwimmbad? Was weniger?
Es gibt viele tolle Sachen im Wasser, die mir Spaß machen. Natürlich denkt man da gleich an die Rutsche oder vielleicht die neue Wasserlandschaft. Manchmal reicht es auch einfach, seine Bahnen zu ziehen. Abgesehen vom Baden gefällt mir aber vor allem der neue Liegebereich zwischen dem tiefen und dem mittleren Becken besonders. Der sieht nicht nur gemütlich aus, sondern ist es auch. Besonders, wenn man gerade aus dem Wasser kommt. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick aufs Bad und einen angenehmen Platz zum Sonnen.
Ich weiß nicht, ob es etwas gibt, das mir „weniger“ gefällt. Dafür müsste ich extra überlegen und nach Dingen suchen, die ich nicht mag. Auf diese Weise kann man überall Kleinigkeiten finden, die einem nicht passen. Aber vielleicht ist es manchmal besser, die Dinge im Großen und Ganzen zu betrachten, und damit bin ich auf jeden Fall zufrieden.
Gibt es einen Grund, wieso du so gerne schwimmen gehst?
Wahrscheinlich einfach weil es Spaß macht. Im Sommer ist es außerdem die beste Weise, um sich abzukühlen. Mit verschiedenen Schwimmtechniken und Übungen kann man dann auch mit einem einfachen Becken viel anstellen. Und wenn man so ein Angebot schon direkt vor der Haustür hat, warum nicht?
Kannst du dich an einen besonders schönen Moment erinnern, der mit dem Schlossbad zu tun hat?
Es ist schwer, sich auf einen Moment festzulegen. Meinen ersten Kopfsprung habe ich hier gemacht, genauso wie mein Seepferdchen und mein Bronze-Abzeichen. Einmal bin ich zu Saisonstart mit meiner Freundin direkt von der Kasse zum Becken gesprintet und reingesprungen. Letztens war ich außerdem auf einem Kindergeburtstag hier. Weil wenig los war, hatten wir das Bad quasi für uns und konnten zur Feier alle zusammen die Rutsche herunterrutschen!
Was davon am schönsten oder besten war, kann ich nicht wirklich sagen. Dass ich all diese Erinnerungen aber sammeln durfte, war nur möglich, weil es das Schlossbad gibt.
