Gesangverein 1881 Wilferdingen e.V.


37 Männern ist es zu verdanken, dass der Gesangverein Wilferdingen am 3. Oktober 1881 gegründet wurde.


Nach einer Festlichkeit im Gasthaus "Zum Adler" hatten sich diese Männer zu der Vereinsgründung entschlossen. Aus einem Zeitungsbericht ging hervor, dass man bald den guten Einfluss erkannte, "den der Gesang auf das Gemüt nimmt". So wuchs die Mitgliederzahl rasch an.

Schon ein Jahr später wirkten die Sänger bei vielen örtlichen und auswärtigen Veranstaltungen mit. Unter der Beteiligung von zehn Gastvereinen wurde beim zehnjährigen Bestehen die erste Vereinsfahne eingeweiht. Die echte goldene Handstickerei musste 1911 und erneut 1956 von der zerschlissenen rohseidenen Fahne auf eine neue übertragen werden. Die Fahnenweihe fand jeweils bei den Jubiläumsfeiern statt. Da gab es noch richtige Festumzüge und weiß gekleidete Festdamen, mit denen sich die Herren schmückten.

Dank der guten Schulungen des Chores ersang sich der Männergesangverein (MGV) zwischen 1901 und 1938 rund 30 Diplome und Erinnerungsstücke für seine Leistungen. Der damalige Schriftführer hielt im Protokoll fest, dass sechs Pokale, zwei Silberbecher, zwei Kränzchen und acht Plaketten im Kriegsjahr 1940 bei einer Metallspende "auf dem Altar des Vaterlandes geopfert" werden mussten. Die restlichen Trophäen seien in den Kriegswirren unter- gegangen.

Die beiden Weltkriege forderten ihre Opfer auch in den Reihen des Gesangvereins. Im Ersten Weltkrieg fielen neun und im Zweiten Weltkrieg zwölf Sänger. Die wenigen verbliebenen Sänger gestalteten die zahlreichen Trauerfeiern mit.

In den Jahren 1932 und 1933 bekam der MGV Verstärkung durch die Sängerabteilung des Turnerbundes und des Arbeitergesangvereins, die sich dem MGV anschlossen. Auch die schwierigen Umstände nach dem Krieg hielten die Männer nicht von ihrem Steckenpferd ab. Sie holten sich die während der Besatzungszeit erforderliche Genehmigung beim Landratsamt Pforzheim ein "zur Abhaltung von Singstunden jeweils samstags von 20 bis 22 Uhr im Gasthaus zur Krone in Wilferdingen." Dort probten sie rund 30 Jahre lang, bis der Wirt Eigenbedarf anmeldete.

Im Gasthaus Rössle kamen sie dann 20 Jahre lang unter, bis auch dieser Wirt ein modernes Speiselokal einrichten wollte. Fortan teilten sich die sangesfreudigen Wilferdinger den Übungsraum im Haus der Vereine mit dem Musikverein. Sie waren wieder im selben Raum angekommen, wo einst die Vereinsgründung stattgefunden hatte, nämlich im ehemaligen Gasthaus Adler.

In diesem Raum wurde am 3. Oktober 1978 auch der Frauenchor gegründet, also auf den Tag und Ort genau 97 Jahre nach der Vereinsgründung. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde dem MGV die Zelterplakette überreicht. Das ist die höchste Auszeichnung, verliehen im Auftrag des Bundespräsidenten, die ein Gesangverein erhalten kann.

Ein Kinderchor, den Dirigent Alois Hönig 1985 anregte, löste sich schon nach drei Jahren wieder auf. Die Kinder sollten sich dem Schülerchor der Grund- und Hauptschule Wilferdingen angliedern. Dafür schlug Hönigs Idee von einem Frauenchor voll ein, der zahlenmäßig bald die Männer überflügelte. Im Jahre 1986 wurde der Männergesangverein 1881 Wilferdingen dann in Gesangverein 1881 Wilferdingen umbenannt.

Beim Bau der Sommerhalle des Turnerbundes im Jahr 1977 half der Gesangverein finanziell und tatkräftig mit. Seither können die jährlichen Sommerfeste des Gesangvereins in dieser Halle unter einem festen Dach gefeiert werden. In zweijähriger Bauzeit mit über 1000 Arbeitsstunden konnte sich der Verein im Dachgeschoss der Alten Kirche Wilferdingen eine Chorstube ausbauen, die 1999 bezogen wurde.Seit den 80er Jahren gestaltet der Verein einmal jährlich abwechselnd einen evangelischen und katholischen Gottesdienst musikalisch mit.

Für das Jubiläum zum 125-jährigen Bestehen des Vereins im Jahre 2006 wurde eigens ein Projektchor gebildet, um Sängerinnen und Sänger ohne Mitgliedschaft zu integrieren. Beim Festbankett werden sie Lieder aus "Saison in Salzburg" vor einer malerischen Bergkulisse aufführen.

Seit 1931 leiteten insgesamt 14 Dirigenten den Chor. Seit 2004 schwingt Angelika Krämer den Taktstock, die erste Frau in dieser Funktion in der Vereinsgeschichte. Davor hatte sechs Jahre lang Matthias Alteheld das Sagen.

Bei den Vorsitzenden gab es in den vergangenen Jahrzehnten wenig Wechsel. Berthold Wetzel hatte sein Amt nach 26 Jahren zur Verfügung gestellt und war bis zu seinem  Tod Ehrenvorsitzender des Vereins. Sein Nachfolger war bis 1996 Günter Pailer. Seitdem liegen die Geschicke des Vereins in den Händen von Horst Granget. Der Frauenchor hatte seit seiner Gründung 1978 nur einen Wechsel. Bis 1983 stand Else Steinbach an der Spitze, seither ist das Margareta Heinze.

Seit 2014 gibt es einen Vorstand aus drei gleichberechtigten Vorsitzenden:

Hans Nesselbosch, Weidenweg 17, Telefon 07232 72323

Margareta Heinze, Schwarzwaldstraße 18, Telefon 07232 70403

Günter Pailer, Im Grund 4, Telefon 07232 71215

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Moderner Chorgesang für Mädchen und Jungen

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