Mittwoch, 27. November 2019

Spielplatz in der Neuen Ortsmitte von Kindern eingeweiht

Einweihung des Spielplatzes in der Neuen Ortsmitte

Das aktuell landesweit größte Kinderbeteiligungsprojekt ist erfolgreich abgeschlossen worden. Der im Rahmen des Projekts Kinderfreundliche Kommune entwickelte Spielplatz in der Neuen Ortsmitte konnte jetzt unseren Kindern übergeben werden.

Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon würdigte das gelungene Beteiligungsprojekt und freute sich mit der Kinder- und Jugendbeauftragten Michaela Ungerer, dass fast 300 Kinder aus den Schulen und Kindergärten zu der offiziellen Eröffnung gekommen waren.

Im Rahmen der Kinderbeteiligung engagierten sich im Frühjahr 2018 alle dritten und vierten Klassen der drei Remchinger Grundschulen. Die Kinder entwarfen auf der Basis des Wortes "Remchingen" eigene Spielgeräte, die dann durch Bauamtsleiter Markus Becker und Planer Michael Bauch konkret geplant wurden. Eine Spezialfirma aus Stuttgart setzte daraufhin die Ideen der Kinder in die Realität um. Zur Einweihung der Spielfläche gestalteten die Kindergärten und Schulen zudem noch selbstbemalte Wimpelketten, die die neuen Geräte schmückten. Nachdem die Spielfläche durch die Kinder selbst freigegeben wurde, gab es kein Halten mehr. 

Die Kosten für die Spielfläche belaufen sich auf rund 140 000 Euro. Einige Sponsoren aus der Gemeinde haben sich an diesen Kosten mit großzügigen Spenden beteiligt. Die TÜV-Abnahme erfolgte gerade rechtzeitig einen Tag vor der Einweihung, die die Gemeinde ganz bewusst auf den 20. November gelegt hatte: Passend zum Anlass des 30. Geburtstages der UN-Kinderrechtskonvention.

Wie gut, dass eben nicht immer nur die Erwachsenen das Sagen haben: Eigentlich hatten die Lehrkräfte und Erzieherinnen, die am Mittwochmorgen mit hunderten Schülern und Kindergartenkindern zur Einweihung des Erlebnisspielplatzes an der Neuen Ortsmitte am Remchinger Rathausneubau kamen, geplant, dass die jungen Abenteurer erst allen Trubel abwarten sollen und dann am Nachmittag in aller Ruhe mit dem Spielen beginnen können. Doch kaum hatten die jungen Vertreter das rot-weiße Flatterband durchgeschnitten, stürmten die Jungs und Mädchen ohne Halten auf die Spielgeräte und brachten reges Leben in die Ortsmitte. "Was für ein besseres Zeichen könnte es geben für ein gelungenes Beteiligungsprojekt?", freute sich Rathausmitarbeiterin Michaela Ungerer, zuständig für das Projekt "Kinderfreundliche Kommune", durch das der Spielplatz im Frühjahr 2017 ins Rollen gekommen war. Anstatt nämlich die üblichen Standardgeräte zu verbauen, ließen sich Bauamtsleiter Markus Becker und Planer Michael Bauch darauf ein, die Kinder selbst entscheiden zu lassen. Das habe zwar anfangs durchaus Überwindung gekostet – zahle sich nun aber mehr als aus, resümierten die beiden: "Ohne euch wäre das nie so toll geworden!" - In einer der laut Experten größten kommunalen Kinderbeteiligungen in Baden-Württemberg ließen über 200 Dritt- und Viertklässler ihrer Kreativität freien Lauf, nachdem sie sich  unter Vorschlägen wie "Spiel", "Spaß" oder "Kinderrechte" am Ende zusammen mit der Gemeinderatsjury auf das Wort "Remchingen" geeignet hatten, dessen zehn Buchstaben nun als vielfältige Spielgeräte vom Rutschen-R über das Schaukel-H bis zum "chilligen" C zum Ausruhen für einen echten Mehrgenerationen-Treffpunkt sorgen. Verbunden sind die vom Stuttgarter Unternehmen KuKuk individuell gefertigten robusten Holzbuchstaben, die zum Frühjahr noch einen markanten Anstrich bekommen sollen, mit Kletterelementen und Netzen. Dass sie mit einigen Mitschülern, mittlerweile in der sechsten Klasse, in den Herbstferien sogar selbst beim Bau Hand anlegen durften, freute Jana Sommerfeld und Lucie Augenstein ganz besonders: "Jetzt kann es richtig losgehen und wir werden in Zukunft öfters mit unseren Freunden hierherkommen." Die Kosten für die Spielfläche, die alle Kinder zur Eröffnung mit selbstbemalten Wimpelketten schmückten, belaufen sich auf 120 000 Euro, hinzu kommen rund 25 000 Euro für die Erd- und Bodenarbeiten. Einige Sponsoren aus der Gemeinde haben sich an den Kosten beteiligt. Die TÜV-Abnahme erfolgte gerade rechtzeitig einen Tag vor der Einweihung, die die Gemeinde ganz bewusst auf den 20. November gelegt hatte: "Man würde für einen Spielplatz in hundert kalten Winter nicht auf einen Termin mitten im November kommen", erklärte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon, "Heute aber feiern wir passend zum Anlass den 30. Geburtstag der weltweiten UN-Kinderrechtskonvention."  - "So eine Beteiligung und die praktische Umsetzung der Kinderrechte ist genau das, was wir in unserem Programm in den Mittelpunkt stellen wollen: Hochachtung, was Sie hier geleistet haben!", bekräftigte Heide-Rose Brückner vom Bündnis Kinderfreundliche Kommunen und lobte das Dutzend weiterer umgesetzter oder geplanter Maßnahmen wie beispielsweise die Stelle eines Kinder und Jugendbeauftragten. "Mit der Zertifizierung sind Sie Vorbild und setzen Maßstäbe, das war ein mustergültiger Beteiligungsprozess", freute sich der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz mit der Kreisjugendreferentin Carolin Stelzner.

Die Kinder selbst durften symbolisch die flatternden Bänder durchschneiden. Jede anwesende Einrichtung konnte eine Vertreterin oder einen Vertreter aus ihrer Gruppe benennen, der dann von Bauamtsleiter Markus Becker mit einer Schere ausgestattet wurde und gemeinsam mit den anderen Kindern das Spielgerät freigab.

 

Sponsoren unterstützen die Gemeinde

Das schöne Projekt hat zahlreiche Firmen angesprochen, die großzügig die Gemeinde hier unterstützten. So spendete die Fa. Leicht & Müller 9.000 Euro an die Gemeinde im Zuge des Neubaus im Gewerbegebiet Billäcker. Die Volksbank Enz plus steuerte 7.000 Euro bei und die Firma G.K.M.B aus Nöttingen finanzierte den Buchstaben "G" des Namenszuges mit 5.295 Euro. Die Firma r2 dei ex machina UG aus Wilferdingen hat 2000 Euro für den Buchstaben "R" des Spielgerätes gesponsert.

Aus dem Fanta-Spielplatzprojekt kamen 1.000 Euro hinzu, ebenso wie eine Spende von Herrn Brodbeck von 1.000 Euro. Noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren auch an dieser Stelle.

Die Kinder aus den Grundschulen und Kindergärten haben bei der Ausschmückung kräftig mitgewirkt und die bunten Wimpel bemalt oder bedruckt. So konnten die Kinder das selbst geschaffene Werk bewundern und mit um so mehr Freude den Spielplatz für sich erobern.

 

"So eine Beteiligung und die praktische Umsetzung der Kinderrechte ist genau das, was wir in unserem Programm in den Mittelpunkt stellen wollen: Hochachtung, was Sie hier geleistet haben!", bekräftigte Heide-Rose Brückner vom Bündnis Kinderfreundliche Kommunen. Sie war zu dieser Einweihung extra aus Berlin angereist.

 

"Mit der Zertifizierung sind Sie Vorbild und setzen Maßstäbe, das war ein mustergültiger Beteiligungsprozess", freute sich der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz mit der Kreisjugendreferentin Carolin Stelzner.

 

Der Fertigstellung entgegen geht der San Biagio Platani Platz mit dem Aufstellen des Spielplatzes. Gemäß dem Willen des Gemeinderates werden auf dem Platz noch zahlreiche Sitzgelegenheiten und eine Begrünung erfolgen. Diese wird aber zum großen Teil so ausgestaltet, dass bei Bedarf diese umgestellt werden kann, so dass der Platz möglichst vielseitig genutzt werden kann.

Fotos: Rainer Zilly

Kinder & Jugend

Als zweite Kommune in Baden-Württemberg erhält Remchingen das Siegel "Kinderfreundliche Kommune". Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen hat Remchingen innerhalb eines Jahres einen herausragenden Aktionsplan für Kinderfreundlichkeit erarbeitet, der in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden soll.

Preisverleihung Kinderfreundliche Kommune
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Siegel Kinderfreundliche Kommune

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