Freitag, 26. Juli 2019

Hochwasserrückhaltebecken oberhalb Nöttingens nimmt Form an

Pfinz vorrübergehend umgeleitet
Hochwasserrückhaltebecken

Im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens Nöttingen gehen die Arbeiten derzeit zügig voran. Momentan laufen im Bereich des zweiten Durchlassbauwerkes die letzten Stahlbetonarbeiten. Damit konnte auch bereits mit dem Einbau der Stahlbauteile und der entsprechenden Hebetechnik für den naturnahen Durchlass begonnen werden.

Parallel dazu wurde im überflutbaren Bereich Richtung Mühlgraben damit begonnen, den Hochwasserdamm auf die entsprechende Höhe aufzuschütten und zu modellieren. Im Anschluss daran wird der vordere, nicht überflutbare Bereich aufgeschüttet und damit die Voraussetzungen für den Bau und die Installation des Betriebsgebäudes geschaffen. In diesem Zuge werden dann auch die Elektroinstallationsarbeiten für die Steuerung der neuen Hebeanlagen ausgeführt. Somit gehen wir heute davon aus, dass die Arbeiten bis Ende Oktober beendet sein werden und das sanierte Hochwasserbecken und die dazugehörige Steuertechnik dann in Betrieb gehen werden.

Für Remchingen ist es ein Meilenstein im Kampf gegen zunehmende Hochwasserereignisse: die Erweiterung des Rückhaltebeckens um das Dreifache des Volumens zwischen Nöttingen und Dietenhausen. Seit über einem Jahr wird an dem Millionenprojekt gebaut. Mitte 2019 soll es die Gemeinde und auch andere Kommunen flussabwärts der Pfinz vor reißenden Fluten wie zuletzt im Sommer 2013 schützen. Damit der größte Bau seiner Art im Enzkreis voranschreiten kann, ist die Pfinz im Beisein von Bürgern verlegt worden. Die Pfinz fließt aktuell durch den neugebauten sogenannten Betriebsdurchlass des Hochwasserrückhaltebeckens. So können sich Ingenieure und Arbeiter an den zweiten Durchgang machen, durch den die Pfinz die Barriere nach der Fertigstellung passieren soll. Dieser sei fast doppelt so breit wie der alte und ermögliche so Fischen und anderen Landtieren, am Hindernis vorbeizukommen, so Ingenieur Michael Bauch vom Büro Bami aus Remchingen. Bei Hochwasser werde dieser reguläre Durchlass geschlossen und die Schleusen des mehr als neun Meter hohen neuen Betriebsdurchlasses geöffnet. Durch die Erhöhung des Dammes, der auch die Verlegung der nahen Landesstraße auf einer Länge von 700 Metern nötig machte, sollen zwischen Nöttingen und Dietenhausen künftig 540.000 Kubikmeter anstatt wie bisher 160.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden können. Beim Bau des Damms werde spezielle Dichterde verwendet, so Ingenieur Kerim Zengin vom Büro Bami.

Das Projekt, so Remchingens Ortsbaumeister Markus Becker, biete Schutz vor Hochwasser, wie es statistisch gesehen alle 100 Jahren vorkommt. Das alte Rückhaltebecken, das beim Bau 1998 dasselbe versprochen hatte, sei aus heutiger Sicht nur noch für ein 30 – 50-jähriges Ereignis ausgelegt. "Das ist ein wichtiges und großes Projekt für Remchingen", sagte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. 6,1 Millionen Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand. Das Land greift der Kommune mit 4,3 Millionen unter die Arme. Ob die Gemeinde auch weiter pfinzabwärts in Nöttingen, Wilferdingen und Singen – dort auch am zufließenden Kämpfelbach – zusätzliche kleinere Schutzmaßnahmen in Angriff nimmt, wird sich laut Ortsbaumeister Becker nach Fertigstellung des Rückhaltebeckens im nächsten Jahr zeigen. Erst dann könne deren Nutzen überprüft werden. Einige Gemeinderäte fordern weitere Maßnahmen, die mit einer bereits vorgestellten Untersuchung auch bereits erörtert wurden.

Gemeinde­entwicklung

2013 wurde der Gemeinde­entwicklungs­plan verabschiedet. Jetzt gilt es, die darin formulierten Ziele und die daraus folgenden Maßnahmen umzusetzen. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung in den Bereichen:

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