Donnerstag, 7. Februar 2019

Historische Kämpfelbachbrücke bis Ende April für Verkehr gesperrt

Bis voraussichtlich Ende April ist die historische Brücke an der Markstraße in Singen während der Bauarbeiten gesperrt. Foto: Zachmann

Brückensanierung in Singen hat begonnen /
Faschingsumzugsstecke geändert

Eine Generalüberholung bekommt zurzeit die historische Sandsteinbrücke an der Singener Markstraße. In der vergangenen Woche haben die umfassenden Bauarbeiten an der denkmalgeschützten Kämpfelbach-Überführung begonnen, nachdem von der Gemeinde veranlasste Untersuchungen gezeigt hatten, dass die volle Tragfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Voraussichtlich bis Ende April bleibt die Brücke nun für den Verkehr gesperrt.

Umleitungen über die beiden Ortseingänge gewährleisten sämtliche Zufahrten. Radfahrer können ihr Zweirad über den Steg an der Wilferdinger Straße schieben. Fußgänger können die Sandsteinbrücke während der Bauphase voraussichtlich bis auf einzelne komplette Sperrtage nach wie vor passieren. Ein gelegentlicher Spaziergang lohnt sich allemal, schließlich bietet sich Stück für Stück ein seltener Anblick: „Das Bogentragwerk der Brücke wird freigelegt und dann mit Leichtbeton verfüllt“, erklärte Becker das Vorgehen. Darüber werde dann eine Stahlbetonplatte gespannt, die auf beiden Seiten punktuell befestigt wird. Dadurch werde das eigentliche denkmalgeschützte Bogentragwerk entlastet und die Tragfähigkeit wieder verbessert. Gleichzeitig finden vom Bach aus Abdichtungsarbeiten statt und der Gehweg samt Geländer wird unter Denkmalschutzberücksichtigung erneuert.   

Kosten: voraussichtlich 340.000 Euro aus der Gemeindekasse. Zunächst war zwar eine Aufnahme ins Landessanierungsprogramm geplant, dieser wurde allerdings abgelehnt, da es einen separaten Topf für Brückensanierungen gebe. Da die Gemeinde aufgrund des Brückenalters keine für den Förderantrag notwendige Bestandsstatistik nachweisen konnte und eine vorzeitige Probemessung unverhältnismäßig teuer und zudem riskant wegen möglicher weiterer Schädigungen gewesen wäre, entschied sich der Gemeinderat im Sommer 2018 dafür, die Sanierung ohne weitere Verzögerung anzugehen und selbst zu tragen: „Jetzt sanieren wir die Brücke so, wie es die Ingenieure für richtig halten und führen dann mit speziellem Gerät eine Probebelastung durch“, erklärte Becker, der keinerlei Bedenken hat, dass anschließend keine Busse oder Schwerlastverkehr darüber fahren kann: „Es könnte lediglich sein, dass keine zwei LKW gleichzeitig über die Brücke fahren können, was man dann über entsprechende Schilder oder bauliche Einrichtungen regeln könnte.“   

Überraschend kam der Beginn der Baumaßnahmen im Singener Jubiläumsjahr für die Carnevalsgesellschaft (CGS): Ihr großer Faschingsumzug am Samstag, 2. März, kann nicht die gewohnte Route laufen. „Er findet aber auf alle Fälle statt“, bestätigte Umzugsleiter Jens Roser, der bereits Anmeldungen von 63 teilnehmenden Gruppen mit 1.500 Mitwirkenden habe und erfahrungsgemäß mit etwa 7.000 Besuchern rechnet, deren Ströme insbesondere auf dem Heimweg gut koordiniert werden müssen. In Abstimmung mit Gemeinde und Landratsamt hat die CGS kurzfristig die gewohnte Umzugsstrecke geändert und verlängert: Die Aufstellung soll nun an der Querspange erfolgen, der närrische Lindwurm zieht vor über die Veilchenstraße, zurück durch die Kronenstraße und läuft anstatt über die gesperrte Brücke zur Kirche und über die Markt- und Pfinzstraße zum Abschluss am Narrenplätzle beim Penny-Markt. Von dort gelangen die Besucher zu den Feiermöglichkeiten in der Kulturhalle oder beim FCG sowie zum Bahnhof.

Erstmals plant die CGS auch einen Verzicht auf Spirituosen während des Umzugs bei den teilnehmenden Gruppen und an den Verkaufsständen: „Wir planen kein durchgeführtes Polizeiverbot wie in anderen Kommunen, sondern wollen mit einem freiwilligen Verzicht wieder für einen sauberen Fasching sorgen“, erklärte Roser. Anschließend in der Halle soll es das übliche Angebot an Spirituosen geben. 

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