Freitag, 8. Februar 2019

Kommunaler Naturkindergarten startet mit vier festen Anmeldungen

UF DEN START des Remchinger Naturkindergartens freuen sich die beiden Erzieherinnen Annette Burger (links) und Vanessa Ehmer.

Für junge Entdecker geht es ab März raus in die Natur / Kennenlernwoche für Interessierte

Jetzt geht’s raus in die Natur: Zwischen Wald und Wiese eröffnet die Gemeinde Remchingen Anfang März ihren ersten Naturkindergarten. An der Verlängerung des Wilferdinger Eichwaldwegs zwischen dem Motorradfreunde- und OGV-Vereinsheim sollen bis zu 20 junge Entdecker ab etwa drei Jahren werktags zwischen 7.30 Uhr und 13.45 Uhr Platz finden.

Die bestehende Schutzhütte soll als Lagermöglichkeit und kleine Werkstatt dienen, zudem stellt die Gemeinde noch zwei strom- und wasserversorgte kleine Bauwagen, wo sich die Kinder bei Regen oder während der Hol- und Bringzeit aufhalten können. Zwar ist die Naturkiga-Gruppe angegliedert an die kommunale Kita Römerhof und plant zudem eine Kooperation mit dem OGV, Unterschlupf finden soll die Gruppe allerdings nur im äußersten Notfall wie bei Gewittern oder langen Schlechtwetterperioden.

"Die meiste Zeit werden wir nicht unter einem Dach, sondern draußen in der Natur verbringen", verdeutlicht die Facherzieherin für Natur und Waldpädagogin Annette Burger, die gemeinsam mit Vanessa Ehmer für den Naturkindergarten zuständig ist. "Die Kinder wollen nicht vor dem Computer sitzen, sondern draußen sein und draußen spielen – wenn man sie lässt." In geeigneter Allwetterkleidung und mit Rucksack (Intersport Elsässer hat der Gemeinde unverbindlich Anschauungsmaterial zur Verfügung) die Umgebung entdecken, auf Streifzug mit dem Förster oder Landwirten gehen, die heimische Pflanzen- und Tierwelt erkunden oder aus Naturmaterialien Zelte und Brücken bauen: "Es gibt zu jeder Jahreszeit so viele Möglichkeiten", freut sich Burger auf den Start, bei dem die Erziehrinnen zunächst eine Einführungswoche gemeinsam mit den Kindern und Eltern verbringen werden – und auch das eine oder andere Vorurteil entkräften können: "In der Natur lernt man mindestens genau so viel wie im Haus, wo alles nur ein Abbild ist. Wenn die Kinder ein Tipi bauen, müssen sie sich damit auseinandersetzen, sich den Plan räumlich vorstellen und mathematisch abwägen wie groß und schwer die Materialien sind, was morsch ist und was man verwenden kann", so Burger, die zuvor in einem evangelischen Kindergarten in Grötzingen gearbeitet hat. Und auch zum Erlernen von Moralwerten sei der Naturkiga ideal geeignet: "Wenn ich im Wald spiele, schütze ich ihn später auch und will nicht, dass jemand unberechtigt einen Baum absägt oder Müll wegwirft." Spielsachen habe die Natur genug zu bieten, sodass die Erzieherinnen neben der Hygiene- und Notfallausrüstung kaum etwas benötigen. Zwar kann beim OGV ein WC für den Notfall genutzt werden – regulär ist allerdings geplant, ein Loch zu graben, den "Töpfchen-Thron" draufzustellen und es anschließend wieder zubuddeln. 

Momentan gibt es vier feste Anmeldungen, aber zahlreiche weitere Interessenten, die sich solange die Plätze reichen auch aus anderen Kommunen anmelden können. Nach dem Start und ersten Erfahrungen rechnen die Erzieherinnen mit einem noch stärkeren Zuspruch. "Viele können sich darunter noch nicht so viel vorstellen und als Erwachsene findet man manches unangenehm – aber wenn man sieht wie super die Kinder in der Natur und ohne viele Spielsachen zurechtkommen und wie wenig sie sich streiten, ist das eine richtige Freude", erklärt Erzieherin Vanessa Ehmer, deren bisheriger Kindergarten in Stupferich schwerpunktmäßig draußen unterwegs ist, wo es keine Einengung sondern Platz für alle gebe. Interessierte Eltern können sich bei Britta Hoffmann auf dem Rathaus oder direkt bei der Leiterin der zuständigen kommunalen Kita Römerhof Tamara Koller melden.

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