Donnerstag, 3. Mai 2018

Sechs-Millionen-Damm soll über dreimal mehr Wasser zurückhalten -
Mammut-Bau für Nöttinger Hochwasserrückhaltebecken schreitet voran / Straßensperrung verlängert

Hier entsteht das neue Durchlassbauwerk für die Pfinz oberhalb der Ortslage von Nöttingen. Bauamtsleiter Markus Becker informierte die Bürgerschaft vor Ort über das Großprojekt. (Foto Zachmann)

Zu einer Baustellenbesichtigung am Nöttinger Hochwasserrückhaltebecken luden der Remchinger CDU-Fraktionssprecher Dieter Walch und Bauamtsleiter Markus Becker (Bild unten, links und rechts am Plan) interessierte Besucher ein.

Wenn die Pfinz an sonnigen Tagen mit Libellen, Fröschen oder Forellen von Keltern kommend idyllisch gen Remchingen fließt, sieht man es ihr nicht an, mit welch gewaltigen Wassermassen sie bei Hochwasserereignissen über die Ufer treten und zur Gefahr werden kann.

 

So wie im Jahr 2013, als der Nöttinger Damm nahe an seine Belastungsgrenze kam und zu brechen drohte. Daraufhin musste der Durchlass über die Regelabgabe von 20.000 Litern Wasser pro Sekunde hinaus geöffnet werden, was stellenweise für Land unter in der Gemeinde sorgte. Obwohl die Kommune das Becken erst im Jahr 1998 mit einem Rückhalteraum von 160.000 Kubikmetern gegen damals 100-jährliche Hochwasserereignisse bauen ließ, ergaben bereits 2011 von Remchingen angestoßene Untersuchungen, dass unter anderem durch klimabedingte Starkregenereignisse nur noch rund 50-jährlicher Schutz gegeben ist. Daraufhin brachte die Kommune ein über sechs Millionen Euro teures Mammutprojekt ins Rollen, an dem sich das Land Baden-Württemberg mit 4,2 Millionen beteiligt.

Zwischen Dietenhausen und Nöttingen beißen sich die Bagger zurzeit ins größte Hochwasserrückhaltebecken des Enzkreises, das Wassermassen von einem davorliegenden Einzugsgebiet von über 60 Quadratkilometern bändigen soll.

"Wir investieren gewaltiges Geld in den Schutz vor Ereignissen, wie sie im Schnitt alle 100 Jahre vorkommen – und in ein Projekt, von dem natürlich nicht nur Remchingen, sondern das gesamte darunterliegende Pfinztal profitiert", verdeutlichten Bauamtsleiter Markus Becker und der Remchinger CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Walch rund 80 interessierten Zuschauern bei einer Vorortbesichtigung. Selbst der Pegel des Kämpfelbachs, der bei Singen in die Pfinz mündet, könne dadurch niedriger gehalten werden. Mit insgesamt 550.000 Kubikmetern wird der Rückhalteraum momentan mehr als verdreifacht.

"Wir investieren gewaltiges Geld in den Schutz vor Ereignissen, wie sie im Schnitt alle 100 Jahre vorkommen – und in ein Projekt, von dem natürlich nicht nur Remchingen, sondern das gesamte darunterliegende Pfinztal profitiert", verdeutlichten Bauamtsleiter Markus Becker und der Remchinger CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Walch rund 80 interessierten Zuschauern bei einer Vorortbesichtigung. Selbst der Pegel des Kämpfelbachs, der bei Singen in die Pfinz mündet, könne dadurch niedriger gehalten werden. Mit insgesamt 550.000 Kubikmetern wird der Rückhalteraum momentan mehr als verdreifacht. Da die stellenweise fast drei Meter erhöhte Dammkrone im Hochwasserfall auch die Landstraße fluten würde, der Damm aber für Einsatzfahrzeuge jederzeit erreichbar bleiben soll, entschieden sich die Planer für eine Höherlegung der L 339 auf 700 Metern Länge, weshalb der Verkehr momentan eine Umleitung über Auerbach in Kauf nehmen muss, während Busse über die Alte Ellmendinger Straße verkehren. Ursprünglich war die Straßensperrung bis Ende April geplant: "Durch den längeren Zeitbedarf bei der B10-Sanierung konnten wir aber erst später anfangen und kamen dadurch in die Februarkälte, unter der wir das Bindemittel nicht einsetzen konnten", erklärte Becker, der bei gutem Wetter nach Fertigstellung von Asphalttragschicht, Deckschicht und der Leitplanken mit einer Freigabe zum 21. Mai rechnet. Das gesamte Becken soll Anfang 2019 fertigstellt sein. Sobald der neue Betriebsdurchlass mit seinem vollautomatischen, aber auch manuell steuerbaren Rollschütz funktioniert, wird an der Stelle des bisherigen Durchlasses ein naturnaher Durchlass errichtet, den Fische, Amphibien und Reptilien schonend passieren können. Erst wenn dort mehr als 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ankommen, springt der große Betriebsdurchlass an, übernimmt den Rückstau und die kontrollierte Abgabe. Auf die Frage eines Besuchers, was man bei noch größeren Hochwasser tun könne, verdeutlichte der Bauamtsleiter: „Jetzt sind wir am Maximum mit dem Becken – wenn wir es noch höher machen, würden wir Dietenhausen fluten.“ Da die stellenweise fast drei Meter erhöhte Dammkrone im Hochwasserfall auch die Landstraße fluten würde, der Damm aber für Einsatzfahrzeuge jederzeit erreichbar bleiben soll, entschieden sich die Planer für eine Höherlegung der L 339 auf 700 Metern Länge, weshalb der Verkehr momentan eine Umleitung über Auerbach in Kauf nehmen muss, während Busse über die Alte Ellmendinger Straße verkehren. Ursprünglich war die Straßensperrung bis Ende April geplant: "Durch den längeren Zeitbedarf bei der B10-Sanierung konnten wir aber erst später anfangen und kamen dadurch in die Februarkälte, unter der wir das Bindemittel nicht einsetzen konnten", erklärte Becker, der bei gutem Wetter nach Fertigstellung von Asphalttragschicht, Deckschicht und der Leitplanken mit einer Freigabe zum 21. Mai rechnet. Das gesamte Becken soll Anfang 2019 fertigstellt sein.

Sobald der neue Betriebsdurchlass mit seinem Zu einer Baustellenbesichtigung  am Nöttinger Hochwasserrückhaltebecken luden der Remchinger CDU-Fraktionssprecher Dieter Walch und Bauamtsleiter Markus Becker (links und rechts am Plan) interessierte Besucher ein. vollautomatischen, aber auch manuell steuerbaren Rollschütz funktioniert, wird an der Stelle des bisherigen Durchlasses ein naturnaher Durchlass errichtet, den Fische, Amphibien und Reptilien schonend passieren können. Erst wenn dort mehr als 20 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ankommen, springt der große Betriebsdurchlass an, übernimmt den Rückstau und die kontrollierte Abgabe. Auf die Frage eines Besuchers, was man bei noch größeren Hochwasser tun könne, verdeutlichte der Bauamtsleiter: "Jetzt sind wir am Maximum mit dem Becken – wenn wir es noch höher machen, würden wir Dietenhausen fluten."

 

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