Dienstag, 27. November 2018

Bergschule als "erste Schule gegen Cybermobbing" im Land zertifiziert

Das Zertifikat „SCHULE GEGEN CYBERMOBBING“ übergaben Projektleiterin Jessica Wettstein, Moderator Peter Sommerhalter und Sparda Bank-Vertreter Horst Hitzges (rechts) für die ganze Schulgemeinschaft an den kommissarischen Bergschulrektor Efthymios Vlahos

"Cybermobbing ist ein Thema für alle und wir wollen hinschauen statt wegschauen"

Ging es vor Jahren noch um Schubsen auf dem Schulhof oder Pöbeleien in der Pause, läuft modernes Mobbing übers Internet oder Nachrichten auf dem Smartphone – nicht weniger schmerzhaft, dafür noch hemmungsloser, ständig und überall.

Der Grad zwischen harmloser Beleidigung und folgenschwerem Mobbing ist schmal. Bei einem Thema, das am Ende quasi jeden betrifft, wollte die Singener Bergschule nicht länger wegschauen. Mit Erfolg: Als erste Schule in Baden-Württemberg durfte die ganze Schulgemeinschaft am Dienstagabend feierlich die Zertifizierung "Wir alle gegen Cybermobbing" vom Bündnis gegen Cybermobbing e.V. entgegennehmen. Unter tosendem Beifall von Schülern, Eltern und Lehrern übergaben Jessica Wettstein und Peter Somemerhalter vom Bündnis zusammen mit Horst Hitzges als Vertreter der projektsponsernden Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank BW die Urkunde an den kommissarischen Schulleiter Efthymios Vlahos. "Wenn wir hinschauen, dann auch richtig und professionell", betonte Vlahos und verdeutlichte, dass die Zertifizierung für die Grund- und Werkrealschule mit rund 300 Schülern weit mehr sei als eine schöne Auszeichnung zum Einrahmen: "Wir bleiben weiterhin aktiv und handeln." So habe jüngst die Schulkonferenz als siebten Punkt der Hausordnung fest verankert, auftretenden Fällen von Cybermobbing entlang bestimmter Leitlinien entschieden nachzugehen – mitunter auch durch rechtliche Schritte. Aber auch die Schüler sind bereits bestens sensibilisiert. So bastelten im Rahmen einer Projektwoche zu diesem Thema die Fünftklässler kleine Superhelden, während die Neuntklässler in einem Video überzeugend die Gefühle eines Mobbing-Opfers nachstellten. Auch die Hauswirtschaftslehrerinnen waren kreativ und teilten bewusst solche Schüler miteinander zum Obstsalat schnippeln ein, die sich nicht immer bestens miteinander verstehen: "Trotzdem haben sie es geschafft – und am Ende gemeinsam gegessen." Auch Moderator Sommerhalter ermutigte, in der Gemeinschaft Konflikte zu lösen statt wegzulaufen: "Jeder kann ins Visier genommen werden. Aber ob ich Opfer werde, hängt ein klein bisschen von mir und zu großen Teilen von den anderen ab." Dabei appellierte er auch an sogenannte Helikoptereltern: "Wenn ich mich vor jemanden stelle, mache ich ihn kleiner. Wenn ich mich aber neben ihn stelle und ihm Zuversicht gebe, mache ich ihn größer. Wenn Kinder nie hinfallen, lernen sie auch nie, aufzustehen." Immerhin klappt das Miteinander der jungen Generation in Singen schon ziemlich gut: Am Ende der Woche unterschrieben alle inklusive Reinigungskraft entschlossen auf einem Banner mit der Aufschrift: "Wir alle gegen (Cyber)mobbing", das nun unübersehbar in der Aula hängt. Nur drei Schüler durften noch nicht unterschrieben – bis die Cybermobbingfälle gelöst sind, in die sie jüngst selbst als Täter verwickelt waren. "Auch ich habe das schon von Mitschülern mitbekommen und finde es richtig gut und wichtig, dass unsere Schule etwas gegen das unberechenbare Thema tut", freute sich die 15-Jährige Schülersprecherin Anna Stejskal.  Schließlich macht Cybermobbing vor kaum einer Einrichtung Halt: "Jede Schule hat mehr oder weniger mit dem Thema zu tun – wer das verneint, hat etwas verpasst", betonte die Schulsozialarbeitern Alexandra Stoll (miteinanderleben e.V.). Die Bündnisvertreter, die weiterhin Beratung und Nachsorge bieten, lobten den Schritt der Bergschule. 70 weitere Schulen in Baden-Württemberg stehen bereits für die kommenden Monate im Programm – und noch mehr sollen folgen, von der ersten Klasse bis zum Gymnasium: "Die Hemmschwelle ist mittlerweile niedrig und die Folgen reichen nicht selten bis zum Gedanken, sich etwas Anzutun."

 Ein Beitrag des SWR-Fernsehens zur Zertifizierung der Bergschule ist im Internet unter dem angehängten Link zu finden.

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